Wortweberei 



Im Glauben der Mayas gibt es eine weibliche Gottheit, die an einem großem Webstuhl sitzt und dort einen Teppich aus vielen Fäden webt. Ixchel wird sie genannt. Es sind die Schicksale der Menschen, die sie zusammen webt. 

 

Ich erlebe mich selbst als Teil eines solchen großen Teppichs. Oft fühle ich mich darin verwirrt, machtlos, hin- und hergezerrt. Immer wieder schaue ich mir einzelne Fäden an, um zu verstehen. Welche Rolle spiele ich in diesem Geflecht? Möchte ich sie annehmen? Möchte ich sie variieren? Schreibend finde ich mich und erfinde mich. Meine Geschichten-Geflechte haben stets einen autobiografischen Anteil. 

  

Den Magischen Realismus habe ich auf meinen Reisen durch Mexiko kennen- und lieben gelernt. Ich liebe diese Literaturform, weil sie es ermöglicht, traumatischen Erfahrungen eine ästhetische Form zu geben. Meine Hauptfiguren haben in der Regel Traumatisches erlebt. Bei den Traumata kann es sich um individuelle, kollektive als auch transgenerative handeln. Der Weg aus dem Trauma geht über die Magie, über die Wiederverzauberung der Welt. Da bin ich ganz Romantikerin.

 

Als Autorin schreibe ich vor allem Romane. Sie ermöglichen mir, Entwicklungs-prozesse in all ihrer Fülle, Intensität, Komplexität, Dauer und Tiefe zu erzählen.  Meine Geschichten gleichen psychotherapeutischen Prozessen. In diese sind meine langjährigen Erfahrungen als psychotherapeutisch Tätige als auch als Frau auf dem Weg hineingeflossen.

 

Neben Romanen veröffentliche ich Sachbücher, die sich Möglichkeiten der Trauma-Heilung zuwenden. Dabei ist mein Blick interdisziplinär und interkulturell. Ein ganzheitlicher Blick auf den Menschen liegt mir am Herzen. 

 

Artikel von mir veröffentliche in der SEIN, die mir mit ihrem spirituellen Geist nahe liegt.